Die Große Praktische Arbeit ım Kurs 10, eine Anwendung deiner Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten aus 10 Schuljahren, steht als Abschluss deiner Realschulzeit unter dem Motto „Bewegt was!“. Gemeinsam mit anderen geht es darum,ein Projekt umzusetzen, mıt dem ihr euch in die Gesellschaft einbringt.

Mit diesen Worten beginnt das Handout was wir ihr zu unserer Projektarbeit (kurz PA) bekommen haben.

Rahmenbedingungen

Während der Projektarbeit, an unserer Schule „Große Praktische Arbeit“ genannt, sollen wir uns in einer Gruppe von 3-5 Leuten in die Gesellschaft einbringen. Was damit gemeint ist, ist relativ offen gefasst. Dies könnte das organisieren einer Demonstration seien, ein Verein um Kinder ans Backen heran zu führen, you name it. Dabei gibt es nur eine kleine Einschränkung:

Das Projekt muss sich im Mindesten finanziell selbst tragen. Die Kostenstruktur muss nachvollziehbar sein.

Ideenfindung

In der letzten Schulwoche vor den Ferien haben wir uns bereits Letztes Jahr mit der Projektarbeit auseinandergesetzt. Unsere Lehrerin ist mit uns zum nächst gelegenen Wald gelaufen, hier hat man guten Blick über Erfurt, und hat uns eine kleine Einführung gegeben. Es ging darum wir beschützt wir bisher aufgewachsen sind, und es Zeit ist dass wir eigenständiger werden. Dies sei eine Großartige Gesellschaft etwas zurück zu geben, und zu beweisen dass wir eigenständig seien können.

Im laufe dieser Woche hatten wir sehr viel Zeit, Zeit zum planen. Anfangs sollten wir aufschreiben was unsere Ideen für die PA sind. Diese haben wir in einem Kreis auf den Boden gelegt und uns darum aufgestellt. Die Ideen wurden vorgestellt, und Rückfragen gestellt.

Die Gruppenfindung funktionierte darüber, dass jede / jeder der MitschülerInnen Zettel mit dem Namen an die Idee legte die am meisten Zusagte. Nach einigem hin und her hatte jeder eine Gruppe.

Unsere Idee

Zugegebenermaßen: mit unserer Idee hatten wir etwas Vorlauf. Eine Mitschülerin hatte mich bereits einige Wochen / Monate vorher gefragt ob ich Lust habe in der Projektarbeit ihre Idee umzusetzen.

Bevor ich die Idee näher beschreibe, sollte ich ein paar Hintergrundinformationen geben. An meiner Schule gibt es das Fach AWi (Arbeiten und wirtschaften). Dazu steht auf der Schulwebsite geschrieben:

In den Klassenstufen 7 und 8 gehen unsere Schülerinnen und Schüler alle zwei Wochen einen kompletten Tag an unsere Außenstelle am Forsthaus Willrode. Hier bearbeiten wir in Vier-Felder-Wirtschaft einen großen Bauerngarten, der von uns selbst angelegt wurde. Wir ziehen Obst und Gemüse sowie Kräuter für den Eigenverbrauch, aber auch für den Verkauf.

Das Problem welches identifiziert wurde liegt bei dem Punkt „Verkauf“. Wir Produzieren Honig, Brennholz und Fettcremes. Diese Produkte werden im Schulfoyer bisher über eine Kasse des Vertrauens verkauft. Allerdings werden die wenigsten der Schüler in der 7. – 8. Klasse noch von ihren Eltern abgeholt, aber genau diese Eltern sind besonders daran interessiert unsere Produkte zu erwerben.

Vor diesem Hintergrund hatte meine Mitschülerin die Idee das ganze doch in einen Oline-Shop zu verpacken. An dieser Stelle kam ich dann in’s spiel, als einer von zweiten in der Klasse der Programmieren kann. Den anderen haben wir ein paar Tage später auch gefragt ob er mitmachen möchte.

Euphorisch wie wir nun mal waren haben wir gleich hoch fliegende Pläne gemacht:

  • 100% Plastik freie Verpackung
  • Jedes einzelne Produkt kann nachverfolgt werden
  • Selbst ein Abholfach mit WLAN bauen, Packstation style
    • Von Grund auf, nicht nur ein bisschen

Mit diesen Ideen sind wir gleich zu unserer ehemaligen AWi Lehrerin und unserem Mathelehrer gerannt und haben ihnen ganz begeistert davon erzählt. Zufälligerweise betreuen genau diese beiden Lehrer auch unsere Projektarbeiten. Sie fanden die Idee auch gut, haben uns aber gebeten einfach bis Ende des Schuljahres zu warten – wo wir dann die Einführung zur PA bekommen haben.

Und jetzt?

In den nächsten Posts werde ich näher darauf eingehen was daraus geworden, was wie umgesetzt wurde.